VfB 48/64 Hüls e. V.
Die Heimat des VfB sind die Sportanlagen am Badeweiher. Hier trainieren und spielen die Fußballer und Hockeymannschaften, hier kämpfen die Boxer, die Gewichtheber stemmen auf der Anlage ihre Kilos in die Höhe und auch die Gymnastikabteilung hält sich hier fit. Auch einige Abteilungen des VfL Hüls trainieren hier auf der Anlage und halten hier ihre Wettkämpfe ab. Im Sommer ist das Freibad “Badeweiher” zudem Anlaufpunkt für viele Menschen aus der Region.
Der Chemiepark Marl geht auf die Gründung der Chemischen Werke Hüls GmbH 1938 in der Drewer Mark zurück. Im Dritten Reich wurde dort synthetischer Kautschuk (Buna) für die Autoreifen hergestellt. Dabei kamen auch Zwangsarbeiter zum Einsatz. Am 31. März 1945 besetzten US-amerikanische Truppen Marl. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte der Komplex unter Chemische Werke Hüls AG (knapp 16.000 Mitarbeiter), mit dem Hauptaugenmerk auf Kunststoffe, Rohstoffe für Waschmittel und wieder Buna. 1998 übernahm die Firma Infracor, ein Tochterunternehmen der Degussa AG das Gelände als Betreiber. Nach der Fusion der Chemischen Werke Hüls AG (seit 1985 Hüls AG) mit der Degussa AG firmierte das Unternehmen kurzzeitig als Degussa Hüls AG, bis es schließlich nach einer weiteren Fusion mit der SKW Trostberg in Degussa AG umbenannt wurde. Nach Übernahme der Degussa AG durch die RAG und folgenden Ausgliederung der Sparten Chemie, Energie und Immobilien in den Konzern Evonik Industries firmiert das Unternehmen seit dem 1. Dezember 2007 unter dem Namen Evonik Degussa GmbH.
Die Stadt Marl (Eingemeindungen: 01. April 1926 – Hüls, Lenkerbeck, Löntrop und Sinsen) entstand durch das Zusammenwachsen ehemaliger Dörfer mit den Siedlungen der Bergarbeiter und der Chemiebeschäftigten. Sie hat daher kein historisches Zentrum. In den 1960er und 1970er Jahren wurde ein Stadtzentrum mit Rathaus, Wohnhochhäusern und dem Einkaufszentrum Marler Stern auf der “grünen Wiese” angelegt.
Am 01. Januar 1975 erfolgte mit der kommunalen Neugliederung die Auflösung des Amtes Marl als Gemeindeverband und die Eingemeindung mehrerer Ortsteile (aus dem ehemaligen “Amt Marl” Teile der Gemeinden Hamm und Polsum sowie aus dem früheren Amt Haltern Teile von Lippramsdorf) in die Stadt Marl.
Um die bauliche Entwicklung der Stadtmitte zu vervollständigen, lobte die Stadt Marl Anfang 1988 einen Architektenwettbewerb mit dem Titel Wohnen im Stadtkern Marl aus. Erster Preisträger dieses Wettbewerbs wurde das Büro Prof. Wolfgang Pohl und Partner aus München/Düsseldorf. Das Luftkissendach des Einkaufszentrums Marler Stern steht im Guinness-Buch der Rekorde als das größte der Welt. Baulich angegliedert an die Ladenstraße des Stern ist die Volkshochschule Die Insel.
2005 konnte der neue zentrale Busbahnhof in Betrieb genommen und die Neugestaltung der südlichen Bergstraße abgeschlossen werden. Seit 2009 ist Werner Arndt (SPD) Bürgermeister.
Bekannt ist Marl für das hier ansässige Adolf-Grimme-Institut, welches alljährlich den renommierten Fernsehpreis Adolf-Grimme-Preis verleiht. Der Adolf-Grimme-Preis ist ein Fernsehpreis und zählt zu den renommiertesten Auszeichnungen für Fernsehsendungen in Deutschland. Er wurde nach dem ersten Generaldirektor des NWDR, Adolf Grimme, benannt. Seit 1964 würdigt es damit Produktionen und Fernsehleistungen, die “die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und nach Inhalt und Methode Vorbild für die Fernsehpraxis sein können“ (Statut des Grimme-Instituts). Neben dem Adolf-Grimme-Preis vergibt das Adolf-Grimme-Institut außerdem noch den Grimme-Online-Award in verschiedenen Kategorien, zum Beispiel im Bereich der Neuen Medien.
Marl besitzt einen eigenen Fernsehkanal im örtlichen Kabelnetz, das Bürgerfernsehen Offener Kanal (BOK). Zudem befindet sich hier das Medienzentrum für den Kreis Recklinghausen. Es versorgt alle Schulen im Kreis Recklinghausen mit Medien und vermittelt Lehrerinnen und Lehrern Medienkompetenz.
Im Stadtgebiet erscheinen zwei Zeitungen, die Marler Zeitung und die WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung). Die vom Medienhaus Bauer herausgegebene Marler Zeitung hat die meisten Abonnenten in Marl.
Im Ortsteil Hüls findet man auf der Hülsstraße die alte Einkaufszone der Stadt, die bis zum Bau des Marler Sterns der Kern Marls war. Die Fassaden sind im Stil des 19. Jahrhunderts gehalten, jedoch sieht man sie aufgrund einer Glasüberdachung, die vor Regen schützen soll, kaum im Detail.
Im Bereich Hüls-Süd, angeschlossen an das Naturschutzgebiet Loemühlenbach, befindet sich die historische Wassermühle Loemühle. Sie wurde bis 2008 als Hotel-Restaurant genutzt. Die dazugehörende Kornkammer ist ein besonderes Gebäude, in dem Heiratswillige ihr Ja-Wort geben konnten. Ebenfalls lud die Kornkammer zu gemütlichen Zusammenkünften ein. Der Flugplatz Loemühle (ICAO-Code: EDLM) ist ein Schwerpunktlandeplatz für den Geschäftsreiseverkehr am nördlichen Rand des Ruhrgebietes an der Grenze zu Recklinghausen. Er gehört, wie auch der Flugplatz Schwarze Heide, zur Route der Industriekultur. Im Juni 2006 fasste der Kreistag den Beschluss, die immer wieder auflaufenden Schulden der Verkehrslandeplatz Loemühle GmbH nicht mehr auszugleichen, so dass Insolvenz angemeldet werden musste. Der Verkehrslandeplatz wurde darauf hin privatisiert. Der Betreiber und Eigentümer ab 1. Oktober 2006 ist die neugegründete Flugplatz Loemühle GmbH. Gesellschafter sind Unternehmer und Piloten, die am Erhalt des Flugplatzes interessiert sind. Der Flugplatz hat seit Oktober 2007 die Zulassung für Ultraleichtflugzeuge erhalten. Seit dem Spätsommer 2003 ist der Flugplatz Marl-Loemühle auch die Heimat des German Chaos Aviation Teams und seit 2005 findet auf dem Flugplatz ebenfalls die R3 Club goes Airport Party statt. Durch den Tod von Jürgen Möllemann am 5. Juni 2003 erlangte der Flugplatz bundesweit Bekanntheit.
Im Jahre 1925 wurde in der Nähe der Zeche Auguste Victoria ein Blei-, Zink- und Erzlager entdeckt. Zur Förderung dieser Stoffe wurde daraufhin 1926 ein Erzschacht in 806 Meter Tiefe gebaut. Der Förderturm ist das erste ummantelte Gerüst der Bauart Koepe. Nach Fertigstellung wurden ab 1936 fünf Millionen Tonnen Roherz, Zink und Silber gefördert. Der Schacht wurde bis 1962 benutzt und schließlich stillgelegt, als der Abbau durch fallende Erzpreise nicht mehr rentabel erschien. 1999 wurde der Schacht verfüllt. Heute sind der Förderturm und das Maschinenhaus als Industriedenkmal und Wahrzeichen von Marl-Drewer erhalten und werden vom Heimatverein betreut. Ein kleines Bergbaumuseum befindet sich ebenfalls dort. Jährlich findet im Mai das Weinfest in Hüls statt.
Im Stadtteil Hüls liegt gegenüber dem Jahnstadion der Park Gänsebrink (Naherholungsgebiet). Seit dem 24. August 2008 spielt die Baseballmannschaft Marl Sly Dogs im Stadion. Der 1995 gegründete Verein spielt in der Bezirksliga des BSV NRW und war zuvor in Marl-Polsum ansässig. Tim Hoogland, heutiger Fußballprofi des 1. FSV Mainz 05, und Peter Neururer, deutscher Fußballlehrer, Mathias Schober, Torwart des FC Schalke 04, und Torhüter Christian Wetklo (1. FSV Mainz 05) sind Söhne der Stadt.
Der VfB Hüls wurde im Jahre 2000 Meister in der Fußball-Oberliga Westfalen.
Hüls im Kohlenpott erleben
Der Hertener Mitternachtscup am 30.12.2011 fällt eigentlich in den wohlverdienten Urlaub der Spieler. Diese verzichten aber gerne an diesem Tag auf ihre Ruhepause. Es hat sich herumgesprochen, welch ein schönes Spektakel dieses Hallenturnier zum Jahresende ist.
Man freut sich auf Seiten des VfB riesig auf das Turnier: “Das macht in Herten einfach nur riesig Spaß. Man trifft viele alte Weggefährten wieder, hat immer mal wieder Zeit für ein Gespräch. Dazu lief es immer fair auf dem Parkett ab, so dass man auch keine Angst haben muss, sich hier zu verletzten. Die Fans verbreiten eine riesen Stimmung in der Halle. Wer da als Fußballer nicht mitspielen will, hat selber Schuld”, sagt Kapitän Tobias Rantzow, der sich persönlich jedoch im Urlaub befinden wird. Für ihn wird Max Ronneburg das Tor hüten.
Selbst die Verantwortlichen freuen sich auf das Winterspektakel. Stefan Berger, Pressesprecher und VfB-Berichterstatter, sowie Ralf Haselbach, Vereinsfotograf, werden ebenfalls wieder vor Ort sein. Außerdem bringen die Hülser eine unverkennbare Einlaufmelodie und eigene Torjingles mit in die Rosa-Parks-Schule in Herten:
“Hallo Sportsfreunde,
wieder mal ein großes Lob an den Ausrichter DJK Spvgg. Herten für den Mitternachtscup. Alle diesen tollen Mannschaften unter ein Dach zu bekommen und dazu noch so eine Atmosphäre zu schaffen, dass macht uns beim VfB Hüls richtig neidisch.
Wie hoch der Stellenwert des Turniers bei den Spielern ist, zeigt die Sache, dass wir als Verein jedem Spieler freistellen, ob er in der Halle spielen möchte oder nicht und wir dann beim Mitternachtscup schon fast zwei Mannschaften stellen könnten.
Unsere Jungs freuen sich nicht nur auf die vielen Prestigeduelle unter dem Dach, sondern auch darauf, viele alte Bekannte und Weggefährten bei den anderen Vereinen wiederzutreffen. Das sorgt am Ende auch immer wieder für die tolle Stimmung. Natürlich haben wir den Ehrgeiz als höchste Mannschaft, den Titel zu holen. Dass es aber verdammt schwer werden wird, zeigten uns schon die letzten Jahre. Enttäuscht war aber am Ende niemand. Das ist auch der Verdienst des Veranstalters. Wir freuen uns.
Besser als mit dem Mitternachtscup kann ein Jahr nicht enden und gerade wir beim VfB 48/64 Hüls haben ja schon ein tolles Jahr hinter uns. Allen Fans und Spielern tolle und faire Spiele mit angemessener Budenzauberstimmung und noch einmal ein großes Lob und Danke an den Veranstalter. Das ist viel mehr als Bezirksliga, was Ihr hier auf die Beine stellt.
Stefan Berger (Pressesprecher VfB 48/64 Hüls)”
Wie hoch der Stellenwert des Mitternachtscup in Herten beim VfB Hüls ist, sieht man an der Vorgeschichte. Die Mannschaft des VfB bat mit Nachdruck darum, wenigstens an diesem Turnier teilzunehmen. Die Verantwortlichen gewährten den Wunsch. Er stellte sogar jedem Spieler selber frei, ob er dort spielen möchte oder nicht. Die Mannschaft ist dann dieses Jahr auch kreativ und besorgte sich extra für diesen Turnier einen Satz Trikots und Schuhe, die auch nur bei diesem Turnier getragen werden.
Der VfB Hüls war in der Hinrunde der NRW-Liga zweifelsfrei die Überraschungsmannschaft. Nicht wenige Experten und Trainer der anderen Vereine sehen die Mannschaft am Ende der Saison fast sicher auf einem der begehrten Relegationsplätze (Platz vier bis sieben) oder gar auf dem direkten Aufstiegsplatz drei. Doch am Badeweiher hält man den Ball flach. Zu oft spielte man inden letzten Jahren eine gute Vorrunde, auf die dann eine schlechte Rückrunde folgte. Wobei es aber, zugegeben, nie so glatt und überzeugend lief wie in dieser Hinserie. Die Fans träumen aber schon von der Relegation. Der VfB wurde in den letzten Heim- und Auswärtsspielen so gut wie schon lange nicht mehr unterstützt. Auch VfB-Boss Horst Darmstädter hat blendende Laune und traut seiner Truppe mindestens die Relegation zu. “Die werden wir auch erreichen. Ich traue der Truppe auch zu, wenn alles gut läuft, Dritter zu werden. Aber irgendwie will ich das gar nicht. Dann habenwir ja nicht die spannenden Relegationsspiele, die auch wichtig für die Kasse sein könnten”, lehnt sich der VfB-Boss lachend zurück.
Dass ausgerechnet jetzt Martin Schmidt als Trainer den Erfolg hat und nicht Weltmeister Olaf Thon, bewertet am Badeweiher aber niemand negativ für Thon. “Olaf hat tolle Arbeit geleistet und auch Martin Schmidt sagt ja immer wieder, dass er eine gute Truppe übernommenhat, die richtig fit ist. Vielleicht wäre ja auch genau zu dem Zeitpunkt die Mannschaft erfolgreich geworden, wenn Olaf noch da gewesen wäre”, so Darmstädter weiter, der betont, dass Olaf Thon weiterhingerne bei allem am Badeweiher gesehen ist und er auch weiter guten Kontakt mit ihm hat. Auf die großen Namen, an die man sich in den letzten Jahren am Badeweiher nach Erlhoff, Nigbur, Neuhaus, Anderbrügge, Täuber und Thon schon gewöhnt hat, braucht man am Chemiepark aber nicht ganz verzichten.
Seit dem Sommer trainiert Gerald Asamoah regelmäßig mehrmals in der Woche mit der ersten Mannschaft mit. Aber wer Horst Darmstädter kennt, der könnte ahnen, was dazu in seinem Kopf vorgeht. Für Überraschungen ist der VfB schließlich immer gut. Bei Namen und am Ende der Saison auch hoffentlich für positive sportliche.
Für VfB-Boss Horst Darmstädter ist das Turnier ein perfekter Jahresabschluss: “Es ist alles bestens organsiert und macht richtig Spaß.” Schmunzelnd merkt er am Ende aber an: “Für mein Alter geht es vielleicht etwas zu lange, aber ich werde durchhalten.”
Zu einer konkreten Prognose zum Turnier lässt sich beim VfB aber niemand so recht hinreißen. Alle Spieler und Verantwortlichen finden immer wieder die gleichen Sätze: “Der Spaß steht im Vordergrund.” , “Es sollte sich niemand verletzen.” , “In der Halle können selbst die Kleinen die Großen schlagen.” Wenn in der Hertener Halle ein Phrasenschwein stehen sollte, wird der VfB dort kräftig einzahlen.
Für Initiator Thorsten Gringel und Webmaster Remi Raitza ist der VfB Hüls der Topfavorit auf den diesjährigen Mitternachtscup. Ein Extraansporn für die Spieler vom Badeweiher ist, dass man sich zum ersten Mal auf den Midnight-Cup verweigen könnte, es wäre tatsächlich der erste Titelgewinn für den NRW-Ligisten beim beliebtesten Traditionsturnier im Vest.
2007 wurde man knapp hinter dem Rekordgewinner der SpVgg. Erkenschwick Zweiter und 2008 musste man sich dem späteren Titelträger der Westfalia aus Herne geschlagen geben.
Der VfB 48/64 Hüls wünscht allen Mannschaften einen tollen, erfolgreichen und verletzungsfreien Abend und dankt dem Ausrichter für die Einladung und die tolle Organisation und Durchführung.
Allen Mannschaften und Fans wünschen wir einen guten Rutsch ins Jahr 2011.
Einlaufmusik: VfB Hüls Mix – Pirates @ Midnight (unveröffentlicht)
Anschrift:
VfB 48/64 Hüls e. V.
Lipper Weg 195
45772 Marl
Vertretungsberechtiger Vorstand: Horst Darmstädter (1. Vorsitzender)
“Es gibt kein großes Genie ohne einen Schuss Verrücktheit.” Aristoteles (griechischer Philosoph)




