Es war einmal…
Mitternachtstour mit Mitternachtssnack
Die “Schnapsidee” und die Wette: “Wetten, dass wir an einem Abend alle elf Gastvereine besuchen, Plakate und Flyer vorbeibringen und mit einem Verantwortlichen, Fan oder Spieler ein Foto mit dem “Facebook-Daumen” (“Gefällt mir”) machen können?!
Totti & Remi on Ruhrgebietstour
Eine absolute Herausforderung: Es gilt – laut Google-Maps - 111 km von Schermbeck bis Bochum-Wattenscheid abzufahren. Zwei Stunden, 43 Minuten soll die Strecke dauern!
Da sind wir ja mal gespannt…
Der Hunger ereilt uns allerdings schon ab Kilometer Zehn… [Anm. v. Remi: Das geht ja gut los!]
Aber die Herausforderung nehmen Thorsten Gringel und Remi Raitza natürlich an!
Unser Wetteinsatz: Sollten wir es nicht schaffen, werden die Haare wie beim Gladbacher Abwehrspieler Dante fallen!
Anmerkung von Thorsten: Wer Mutter Gringel und Mutter Raitza kennt, weiß, dass dies für Ihre Söhne Ärger geben wird. Müssen wir mal in Kauf nehmen, besondere Projekte benötigen besondere Opfer… [Anm. v. Remi: Das erklärst aber DU!]
Freitag, 02. Dezember 2011, 16.50 Uhr: Die Sparkasse abschließen. Wochenende. Ab nach Hause und in Freizeitkleidung geworfen. Noch schnell den Anzug im Schrank verstaut. Da klingelt es an der Tür…Remi ist entgegen seiner normalen Gewohnheiten pünktlich. [Anm. v. Remi: Diesen Satz hat doch sicher Mutter Gringel zu verantworten. Beim nächsten Essen bin ich überpünktlich!]
Ich bin erfreut, die Motivation sieht man in seinen Augen. [Anm. v. Remi: Das ist dem Kaffee geschuldet! Außerdem freue ich mich, Dich zu sehen, Totti!]
Freitag, 02. Dezember 2011, 17.05 Uhr: Uhrenvergleich! Jetzt geht es von Herten-Süd aus nach Schermbeck los. Schnell noch zwei erste Stimmungsfotos im Auto gemacht, es passt, die Reise kann beginnen:
Nach fünf Minuten der erste Zwischenruf von Remi: “Wann sind wir denn da?” Wenn er jetzt noch sagt, er muss zur Toilette wird er auf der A 31 ausgesetzt! Ohne Taschengeld und Handy. Um sich die Zeit zu vertreiben, knipst er gefühlte 123 Fotos von mir als Fahrer. Es knipst und blitzt. Erstens, ich werde nicht hübscher, und zweitens, der Akku hält nicht ewig. [Anm. v. Remi: Außerdem hatte ich Hunger! Dann werde ich nunmal zur Diva...]
Unterwegs gab es nicht einmal Waffeln…
Nach 25 Minuten kommen wir [Anm. v. Remi: ENDLICH!] in Dorsten-Schermbeck an. Fachmännisch werden schnell noch die ersten Beweisfotos gemacht:
Auf dem Kunstrasenplatz tummeln sich einige Spieler mit einer Größe von 1,50 m bis 1,70 m. Ob das die Hallenspezialisten von Martin ”Matta” Strötzel sind, die sich vorbereiten? Nein, aus der Nähe ist es wohl doch nur die E- oder D-Jugend.

Die Eltern der trainierenden Kinder werden ordnungsgemäß mit Glühwein und Würsten bei Laune gehalten.
“Guten Abend, Thorsten Gringel und Remi Raitza von der DJK Spvgg Herten! [Anm. v. Remi: So schnell wird man zahlendes Vereinsmitglied!] Wir suchen Verantwortliche von den Senioren, wir bringen Plakate und Flyer für den Mitternachtscup vorbei?”
Die Antwort so wie man sie auch erwartet hätte: “Noch ist niemand da, aber ich bin als Grillmeister! Der wichtigste Mann des Vereins!” Natürlich, diese Antwort hätten wir uns auch selber geben können.
Wo bleibt unsere Wurst? Leider macht der wichtigste Mann des Vereins keine Anstalten uns einen Begrüßungssnack anzubieten. Knabbereien zum Mitnehmen gab es auch nicht.
Matta Stroetzel, wo bist du? Sprich mal ein Machtwort!
Fazit in Schermbeck: Man nimmt den Mitternachtscup 2011 nicht ernst oder warum trainieren die Jungs um 17.30 Uhr noch nicht? Ob das für den Titel reicht?
Uhrenvergleich: Um 17.40 Uhr geht es zur nächsten Station nach Dorsten-Hardt. Storchsbaumstrasse:
Radio Vest sagt durch: “Achtung, Autofahrer in Dorsten! Es wird geblitzt.” “Remi, hör’ auf im Auto mit Blitzlicht zu fotografieren!” [Anm. v. Remi: Der Fahrer war aber auch sehr streng an diesem Abend.]
Lass’ mich mal kurz weitererzählen: Die ersten Autos hupen uns beim Spurwechsel in der Kurve an! Ich höre nur noch ein “Leute, wir haben eine Mission zu erfüllen. Platz da, jetzt kommen wir!” und Totti tritt auf das Gaspedal – ohne Rücksicht auf Verlsute.
Um 17.55 Uhr kann ich die Haltegriffe im Auto loslassen und wir erreichen den überfüllten Parkplatz beim SV Dorsten-Hardt.
Jetzt darf Totti wieder erzählen: Das Navi von Aldi hat sich echt gelohnt, gute Ortskenntnis. Das obligatorische Foto mit dem Vereinswappen, dann die Suche nach Vereinsverantwortlichen:
BINGO! Manager Dieter Pannebäcker nimmt uns persönlich in Empfang und begrüßt uns auf der Hardt. Kurzer Smalltalk über alles Mögliche, ein angeblich verletzter Spieler mogelt sich auch auf das Foto mit Pannebäcker. Wir vermuten der schont sich nur für die Hallensaison, sieht gar nicht verletzt aus.Die erste Mannschaft scheint wohl gemischt mit einigen D-Jugend-Spielern zu sein, einige Milchgesichter und ein ganz kleiner Mann auch dabei: Ach ne, dass ist doch Sven Potthast. So klein und süß, trotzdem wurde er 2008 zum besten Spieler des Turniers gekürt. Beim Verlassen rufen wir noch um Chor: “Tschüss und gebt bis zum 30. 12. ordentlich Gas!” Sven winkt und grinst, so ist unser Svenni! Ein Spaßfußballer, der das Fußballschuhschnüren in der Schalker Jugend bei Manfred Dubski gelernt hat.
Uhrenvergleich: Es ist 18.05 Uhr. Auf zumLüttinghof!
[Anm. v. Remi: Ich finde, Thorsten sieht schon leicht demotiviert aus, aber der Kerl ist tough! Einer der letzten "Ruhrpott-Helden! Vor allem weiß ich, dass er sich so ungern beschrieben und dargestellt sieht. Der Vorteil, wenn man den Artikel verfassen darf.]
Parken in der ersten Reihe, ein Pluspunkt für die Gelsenkirchener vorab. [Anm. v.Remi: Nach dem Mitternachtscup muss ich nochmal ein Fahrtraining ordern!] Rein ins Vereinsheim.
Wir sind die einzigen Gäste außer der netten, älteren Dame hinter der Theke. Schön warm hier im Vereinsheim. Wir fühlen uns hier richtig wohl. Die Auslosung läuft auf einer Großleinwand. Remi ist abgelenkt und denkt nicht mehr an seinen Hunger:
Die ältere Dame erinnert mich an meine Oma, vielleicht gibt es leckere Plätzchen und heißen Kakao? Wir fühlen uns wie im siebten Himmel… Aber keine Chance, außer einem netten Foto und der Zusage das Plakat aufzuhängen ist hier nichts zu holen!
Remi sagt den Satz bezogen auf die EM-Auslosung: “Totti, in einer halben Stunde sind wir schlauer…” Das bezweifele ich. Ich glaube, bei uns beiden ist nicht mehr viel zu machen. Mal schauen wie die “Hussler” (im Bezug auf das Cassidy-Einlauflied der Hasseler) trainieren.
Co-Trainer Alex Kaul steht am Rand und bittet seinen Betreuer ihm eine warme Jacke mitzubringen. Die Trainingsleistungen seiner Jungs erwärmen ihn nicht. Uns aber auch nicht. “Ein Foto Alex?!” “Klar, doch”, erwidert er. “Aber den Daumen musst du doch zeigen, ohne Handschuhe.” Er will den Handschuh ausziehen, aber das kann ich ihm nicht antun. Er friert schon genug:
Uhrenvergleich: 18.35 Uhr. Wir liegen gut in der Zeit. Nächste Station: Der Badeweiher.
Dort gibt es bestimmt was zu trinken und essen. Hoffe, der Boss ist da. Horst, wir kommen!
Im Radio hören wir noch die Auslosung. Ich gebe Folgendes zum Besten: “Deutschland droht eine Hammergruppe. P. s.: Es sei denn, Deutschland bekommt eine leichte Gruppe.” Remi nimmt mich nicht mehr ernst und Hunger hat er auch noch. [Anm. v. Remi: Thorsten hat mit mir gesprochen?]
Die Spannung im Radio steigt… [Anm. v. Remi: Zumindest auch auf dem Beifahrersitz.] Nun steht sie fest! Remi plappert vor Schock nur noch wirres Zeug, mir wird warm, was aber auch an der zu heiß eingestellten Heizung im Wagen [Anm. v. Remi: Totti, das heißt Klimaanlage im 21. Jahrhundert!] liegen könnte. Wir haben die Hammergruppe erwischt. Wird eine kurze EM für die beste Mannschaft der Welt. Tschüss, Holland! [Anm. v. Remi: Haben wir uns wieder verfahren?!]
18.50 Uhr sind wir [Anm. v.Remi: ENDLICH] am Badeweiher. Parken auf dem Rasen im Matsch. [Anm. v. Remi: Wo auch sonst?!] Immerhin nah am Vereinsheim. [Anm. v. Remi: Immerhin!]
Foto vor der Skyline des InfracorParcs und des Kunstrasenplatz der nächsten Generation des Jahres 2050. [Anm. v. Remi: Jetzt kann ich es ja sagen: Ich habe nur so getan als würde ich das knipsen!]
Die Hülser trainieren wie es sich gehört. Mehr Leute passen nicht auf eine Spielhälfte. [Anm. v. Remi: Vielleicht baut Felix Magath den Kader für die Hülser um?!] Jeder Akteur trägt die Klamotten in rot und weiß, nur ein Jersey schwebt ohne Körper über den Platz in königsblauem Dress. Ach, der Gerald Asamoah. [Anm. v. Remi: Zweifacher Teilnehmer an einer Fußball-Weltmeisterschaft! Ich werde gleich ohnmächtig!]
Unter Flutlicht schwer zu erkennen der Kerl. [Anm. v. Remi: Wir sind doch eh gleich per Du mit ihm!
] Schnell zu Tobi “Katze” Rantzow, dem alten Spezi und Marler Jahrhunderttorwart. “Tobi, lass mal das Abwurftraining sein! Komm Foto machen.”
Tobi ist Profi durch und durch, schade, dass Olaf Thon nicht mehr Tobis im Team gehabt hat. Der wäre bestimmt immer noch Trainer der Hülser. “The Cat ist in the sack”, lautet mein trappatonischer Kommentar nach dem Bild. “Schönen Abend, Giovanni! Ich muss noch was tun!” Ein sympathischer Junge der Tobi!
Nun noch hoch ins Vereinsheim, Horst knuddeln:
Doch dann die Enttäuschung: DER Horst ist nicht da! Nur die beiden (netten) Vereinswirte im vorweihnachtlich geschmückten Vereinsheim sind vor Ort:
Wir fotografieren den Horst halt mit Wandbild und Plakat:
Die Vereinswirte lachen, aber wir haben wenig zu lachen. Wieder kein Snack und Drink für uns… Was soll ich Remi noch sagen? [Anm. v. Remi: Jetzt weiß ich, wie die Filiale in Süd geführt wird!]
Uhrenvergleich: 19.10 Uhr. Normalerweise sitzt Remi schon mit Hello Kitty-Plüschhausschuhen vor dem Fernseher und schaut “Findet Nemo”, aber nicht an diesem denkwürdigen Freitag! Denn der TSV Marl-Hüls muss besucht werden.
Wenig los hier in Hüls:
Die erste Mannschaft macht sich irgendwie nicht so profihaft [Anm. v. Remi: "rumpöhlen" genannt] warm – wie der große VFB Hüls. Ich befürchte, dass wird nichts für Sonntag [Anm. v. Totti: Sonntag abend behalte ich recht]. Ab in das neue Vereinsheim der Hülser, echt nett. Auch die Bedienung! [Anm. v. Remi: Gilt die sogenannte Frauenquote auch für Fußballclubs?]
So macht der Tag doch Spaß. “Schatzi, schenk’ mir ein Foto, schenk mir ein Foto von Dir!” [Anm. v. Remi: Herzlich willkommen bei Facebook!]
Wir winken Buddy Floßbach zu, obwohl wir uns nicht kennen. Er winkt zurück: Der Traum aller Schwiegermütter der Junge. Holger, hast du gut gemacht!
Keine Zeit verlieren, noch einige Stationen liegen vor uns. [Anm. v. Remi: Ob ich Thorsten sagen sollte, dass der Akku seines Fotoapparates Fix und Foxi ist?]
Uhrenvergleich, die gefühlte 100.!: 19.20 Uhr. Ab zu den Schwickern!
Der zweimalige Titelträger gehört auch in diesem Jahr zu den Favoriten. Spielt Gisbert Horsthemke auch noch? Ich glaube nicht. Aber der Wester(hoff), der war zweimal Bester (Spieler)! Remi findet meine Wortspiele überhaupt nicht mehr gut. [Anm. v. Remi: O. k., er hat's zumindest bemerkt. Stört ihn nur nicht!]
Über den Parkplatz schnell in Richtung Kunstrasenplatz. Man sieht die Mannschaft nicht, aber hört Magnus Niemöller schon von weitem. Der Mann ist 100% Power! Sollte Duracell eine Werbefigur suchen, Magnus wäre der Richtige! Wir begrüßen Betreuer Ewald Krajewski und Masseur Paco Reinhard. Egon sagt zu mir: “Du kommst mir bekannt vor?” [Anm. v. Remi: Wer ist Egon? Die letzten Zeilen nochmal durchlesen: Magnus, Ewald und Paco. Wir sind ja eh per Du!]
Heute kann ich mal einen großen Spruch raushauen: “Ich komme von dem Verein, der weiß wie man Euch schlägt!” “Ach ja, du bist doch der Hertener [Anm. v. Totti: Die DJK SpVgg. Herten hat vor kurzem die Erkenschwicker im Pokal rausgeworfen!] Wat willste hier?” Freudig begrüße ich auch den verletzten Martin Setzke, der sich nicht warm macht. Mehr warm raucht, mit Marlboro lights. “Heute nur ein wenig Pflege, mein Knie zwickt!” Aber für ein Foto ist Martin immer zu haben:
Ab ins Vereinsheim, Plakate und Flyer abwerfen.
Uhrenvergleich: 19.55 Uhr! Back to the roots. Zurück nach Herten! Der Bezirksligist SV Vestia Disteln ist das nächste Ziel. In Rekordtempo sind wir am Platz. [Anm. v. Remi: Für Totti auf jeden Fall!]

Nur wenige Meter von der Rosa-Parks-Schule entfernt, befindet sich das Distelner Vereinsheim. Thorsten parkt seit 15 Minuten das Auto, daher habe ich mal Zeit zu fotografieren.
Nur eine spärliche Runde hat sich bei den bescheidenen Temperaturen eingefunden. Im Vereinsheim ist keiner zu finden, lediglich eine geschlossene Gesellschaft als Kostümparty.
“Ja, ist den heut’ scho’ Weihnachten?” Wir trauen uns nicht in die Katakomben und beschließen – sicherheitshalber – ein Foto davor zu machen. Die Fahne weht auf Halbmast, ist das ein Zeichen für die sportliche Lage der Hertener.
Wir hoffen nicht. Hier ist heute nichts los, noch nicht einmal die Plakate werde ich los. Ab zu unseren Freunden der SG Langenbochum… Entschuldigung: BLAU-WEIß Westfalia Langenbochum Herten 1928/2011. Cooler Name!
Uhrenvergleich: 20.15 Uhr. Die Tagesschau ist vorbei, also muss in Herten-Langenbochum etwas los sein!
Remi spricht nicht mehr über seinen Hunger, lebt er noch? [Anm. v. Remi: Ich mach' nur noch "Copy&Paste" oder auch "zu Guttenbergen" genannt.]
Wir treffen im Vereinsheim ein. Hier ist noch was los:
Leicht angeschlagen begrüßen viele uns bekannte Gesichter, die auch schon mal fitter wirkten. Aber ist doch Wochenende, man muss auch mal leben.

Wer sind denn die Gentlemen auf dem Bild oben? So muss eine "Hangover-Abschlussfahrt" doch aussehen: Shocker-Bande mit Stil!
Die Rufe, ob ich Freikarten dabei hätte, höre ich nicht. [Anm. v. Remi: Genauso wenig wie meine Rufe nach warmen Essen und Getränken!] Ich tue zumindest so, da bin ich auch Profi! [Anm. v. Remi: So nennt man das heutzutage: Profi!]
Die Shocker-Bande möchte mit mir eine Runde würfeln. Besser nicht: Sonst ist die Mission gescheitert. Schnell raus, hier gibt es nur Hochprozentiges. [Anm. v. Remi: Wahrscheinlich in den Langenbochumer Kellern selbst gebraut...] Mal gucken, was die letzte Variante, Karsten Quante so macht. “Karsten komm’ Foto machen!” “Totti und Remi, was macht ihr beiden [Anm. v. Remi: Hübschen] denn hier?”, freut er sich. Nach dem Foto mit dem besten Trainer der Hinrunden aller Zeiten, müssen wir nun nach Herne, zur glorreichen Westfalia.
Uhrenvergleich: 20.25 Uhr. Der zweimalige Titelträger und Titelverteidiger ist nun an der Reihe. Obwohl es diese Spielzeit nicht läuft, beim Mitternachtscup werden die Fans wieder alles in Grund und Boden anfeuern. Wir feuern den Wagen auch mal schnell auf Höchsttempo, nicht, dass die uns noch den Laden und die Kabinen zu machen:

Gegründet wurde die Westfalia am 13. Juni 1904 von jungen Männern aus besser situierten Herner Familien...
Da ist es: Das Schloß Strünkede-Stadion, heuer heißt sie TRELRuhrpottARENA. Schöner Name, echt heiß. Ab in die Katakomben. Das Training ist vorbei. Die Jungs machen heute wohl einen drauf. Sieht danach aus. Coach Uli Reimann können wir für eine Foto gewinnen, super netter Typ:
Aber die Sympathie wäre mit einem Glas Cola noch größer gewesen, Chance vertan.
Ab nach Wanne! [Anm. v. Remi: Früher hätten unsere Eltern uns niemals das Spritgeld für eine solche Tour gegeben. Heute darf Totti an den Tresor!]
Uhrenvergleich: 20.42 Uhr. Nun zum Sportpark Wanne-Süd, ach ne: Mondpalast-Arena heißt sie nun. Eine Arena jagt die nächste. Freue ich mich heute Abend auf unsere “Volkspark-Arena Herten-Süd im Katzenbusch”. Ich glaube, der Name hätte Charme…
Irgendwie spinnt das Navi nun total, die Mission scheitert habe ich im Gefühl. Auch Remi, weiß nicht weiter. [Anm. v. Remi: Ach, der Commander weiß immer weiter! Was kann ich dafür, dass du nicht auf meine Ideen eingehst? Wie beim Abi im "Günna United-Kurs"!] “Hast du in der A-Jungend nicht mal hier gezockt?”, frage ich ihn. “Ja, aber wir sind meistens im Hellen hier hingefahren!” Danke für das Gespräch…
Fast wollen wir aufgeben, da fahren wir nach der gefühlten zehnten Abbiegung auf das Stadion zu. Parken an einem Eingangstor. Alles dunkel hier, keiner mehr da. Klaus Berge, wo bist du? Wir machen das Foto, kommen aber nicht auf das Gelände.
Als wir enttäuscht abdüsen wollen, hören wir Stimmen! Sicherheitspersonal oder doch jemand vom Verein? Nein, der dritte Vorsitzende [Anm. v. Totti: Gibt es sowas überhaupt?!] Willi Althoff steht am Zaun und lässt uns nach unserem überzeugenden “Guten Abend, wir sind von der DJK Spvgg Herten blabla…” ins Stadion. [Anm. v. Remi: Betonung liegt auf Blablabla!]
“Heute war ein Fan-Stammtisch hier, es sind noch einige Leute im Clubraum,” sagt Willi nach dem Foto mit mir! [Anm. v. Remi: So langsam glaube ich, Totti ist "fotogeil"!] Das hört sich gut. [Anm. v. Remi: Geht so!] Fan-Stammtisch. [Anm. v. Remi: Ach so!]

Thorsten Gringel und Willi Althoff [Anm. v. Remi: Laut Vereinshomepage der zweite Vorsitzende. Aufstiegsmöglichkeiten beim DSC!
Wenigstens schenkt er uns ein Jahrbuch, immerhin etwas. Sollen wir da mal reinbeißen?
Nun nur noch eine Station: Das Ende naht. [Anm. v. Remi: Im wahrsten Sinne...]
Uhrenvergleich: 21.15 Uhr. Nun noch zum ehemaligen Bundesligisten SG Wattenscheid 09. Ob da noch jemand anzutreffen ist? Wir sind gespannt! [Anm. v. Remi: Oh, jaaaaa...] Wir fahren an etlichen Pommesbuden [Anm. v. Totti: Bester Name der Tour: Frittenschmiede] vorbei. Jetzt weiß ich langsam wie sich ein Verirrter in der Wüste fühlt und er keine Oase findet. Nun sind wir an der Lorheide.
Im Dunkel kann man die Ausmaße des Stadions nur erahnen, aber hat was.
Irgendwie schade, dass die alten Stadien immer weniger werden. Ich liebe diese alten, imposanten Flutlichtmasten. Foto vor der Geschäftsstelle…
…und dem VIP-Raum [Anm. v. Totti: Warum hat der nicht auf, wenn wir da sind?]:
Ein Mann kommt aus den Katakomben, wir werden wohl unser Foto mit einem Verantwortlichen bekommen, YIPPIE! Aber: Er ist von der Handballabteilung! Schade. Wir bitten ihn sich aber bereit zu halten, wir müssen auf ihn eventuell zurückgreifen. Wir nehmen nun mal die Treppe nach unten in die heiligen Katakomben. Leider ist kein Spieler mehr da. Allerdings der Platzwart und der stumme (?) Zeugwart. Beide verstecken die Döschen Bier, elegant hinter ihren wohlgeformten Körpern. Der Platzwart (Hausmeister?) nimmt die Plakate an sich und “wird sie weiterleiten”, geben reicht auch. Ich bitte ihn, mit mir ein Foto zu machen. Leider kommt er der Bitte nicht nach und sagt: “Auf keinen Fall”. [Anm. v. Remi: Das sagte er aber mindestens viermal!] Ich bitte ihn erneut, fast schon verzweifelt! “Auf keinen Fall!”…
Dann frage ich äußerst höflich: “Machen Sie einmal für ein Foto das Flutlicht an”. Sein Kommentar: “Auf keinen Fall!” Irgendwie sehr einseitig hier alles.
EGAL: Wir haben es geschafft! Elf Vereine an einem Abend. Ekstase im Auto. [Anm. v. Remi: Dieses bitte nicht wörtlich nehmen!]
Tolle Leistung. Die Haare bleiben dran, die Mütter freuen sich und es gibt doch Geschenke an Weihnachten! Halleluja! [Anm. v. Remi: Das machen wir nächstes Jahr unbedingt nochmal! Memo an mich: Winterurlaub frühzeitig buchen!]
Um 21.38 Uhr treten wir die Heimreise an! Nun folgt die zwölfte Station: Das berühmte, goldene, große Fastfood M! Remit [Anm. v. Remi: Mittlerweile weiß Thorsten nicht mehr, wie man meinen Namen schreibt! Namen sind Schall und Rauch!], nun gibt es was zu essen. Das hast du Dir verdient! [Anm. v. Remi: Danke! Du dir auch!]
Der Daumen geht auch noch im Schnellrestaurant nach oben!
Und wenn sie nicht gestorben sind – dann leben sie noch heute…
p. s.: Für 2012 suchen wir jemanden, der den Text für uns abtippt!
p. p. s.: Jemanden für die Bildbearbeitung ebenso!


































